Today I wasn't evil
For what I have become
I laughed until the walls fell
To recognize the sun
Milchschnitte - 1. Aug, 17:25
Mit jedem frisch auflodernden Schmerz, jeder weiteren Enttäuschung und jeder überstandenen Schlacht erwache ich aus einem Schlaf, der sich wie eine heilende Krankheit auf mir nieder zu legen scheint, ein Schlaf namens Stärke. Es ist paradox und widersinnig, doch so verhält es sich schon seit geraumer Zeit mit mir und der Welt und dem was dazwischen liegt und ruht oder aufmerksam wacht. Ich bin süchtig, abhängig von der ständigen Herausforderung, dem ewigen Wagnis, so dass es immer wieder damit endet, dass ich jegliche Risiken und Nebenwirkungen außer Acht lasse und geradezu bereitwillig, euphorisch die Konsequenzen trage.
Ich bin leidenschaftlich, unaufhörlich sehnsüchtig, will den Teufel bei den Hörnern packen. Hindernisse nehme ich in besessenem Übermut auf mich, liebe jede einzelne Hürde, springe, springe, springe und stolper höchstens über Steinchen, und hauptsache geradeaus, nehme Schmerz und Leid auf mich und erfreue mich dafür umso mehr an den Kleinigkeiten, der Schönheit, jeder neuen Entdeckung, selbst an den Schattenzeiten. Und so lasse ich mich treiben, fordere den Atem der Welt dazu auf, mich davon zu tragen und schere mich nicht im Geringsten darum, wohin er mich bringen wird. So ist es schon immer gewesen und so wird es bleiben.
Das Leid ist es, welches meine Hand ergreift und mir Leben und Kraft einflößt, eine Medizin, eine Last die sich selbst bekämpft. Ich bin ein sterbender Schwan, gebe mich wortlos einem Verbrennungsprozess hin, erstehe aus immer derselben Asche, war verloren geglaubt und stehe nun wieder vor dir, sehe dir direkt in dein Gesicht und erstrahle müde lächelnd in einem unabwendbaren Glanz. Die Ironie liegt darin, dass mein Leid und ich an zwei verschiedenen Enden desselben Stücks knabbern. Der von beiden Seiten ungewonnene Kampf, er zieht sich unaufhörlich dahin. Und obwohl ich einen jeden überstehe werde ich dessen nicht müde. Oder gerade deswegen.
Die Kreativität scheint langsam wieder in mir zu erwachen.
Milchschnitte - 21. Jul, 15:28
Seit geraumer Zeit finde ich mich in einem Zustand wieder, der sich nur schwerlich erläutern lässt. Ich habe das Gefühl, als ließe sich eine seltsame Müdigkeit auf mir nieder, eine Müdigkeit, die mich Schritt für Schritt begleitet, mich betäubt und von dem Gedanken besessen ist, mir die Sinne zu benebeln. Auch in diesem Moment ergreift sie Besitz von mir. Ich möchte sie zerschlagen, hole aus und erwarte bereits den dumpfen Aufschlag, doch bekomme ich nichts weiter zu fassen als das Nichts, den Körper der ermattenden, ermatteten Müdigkeit, inhaltslos und ohne Bedeutung. Ich nenne sie bei dem Namen ihrer Schwester der Trunkenheit und so macht sich eine ganze Schar, die komplette Verwandtschaft bei mir breit.
Anyway, heute Nacht bin ich aus ihr erwacht und habe sie allesamt zur Tür gebracht.
Milchschnitte - 21. Jul, 15:07
Mein Leid ist die Ungewissheit,
die nach mir greift,
an mir zerrt,
mich zerreißt,
und aus allen Ecken und Enden
von allen Winkeln und Wänden
meinen Namen schreit.
Milchschnitte - 21. Jul, 11:00
Heute Nacht bin ich bewusstlos im Traum erwacht
Und ein kleiner Teil von mir ist leise gestorben
Seine zarten Flügel hatten sich in meiner Seele verfangen
Nun flattert es guter Laune hinfort, frei,
unbeschwert, doch an einem anderen finstren Ort.
Milchschnitte - 21. Jul, 10:58
The ashes of tomorrow, they are already hidden in the words of today
Denn die Zeit ist reif für einen weiteren Schritt in die Vergänglichkeit von Gegenwart und Vergangenheit
Die Vergangenheit, ich lass sie los, und so lasse ich mich treiben auf den Wogen des Hier und Jetzt und was dann kommt, darüber verschwende ich keinen Gedanken.
Milchschnitte - 21. Jul, 10:44